Junggesellencorporation von 1648 zu Burgdorf
Junggesellencorporation von 1648 zu Burgdorf

Über Uns

Hart und schwer waren die Zeiten zwischen 1618 und 1648. Und mehr als  einmal schwangen - in  Hermann Löns Roman "Der Werwolf"  - die Heidjer, die Männer um Harm Wulf und Vater Drewes, die Wolfsangel draußen im Bruche.1648 aber sollte nun endlich Frieden sein! Frieden draußen im Bruche, in Burgdorf. Frieden draußen in der Heide. Nie mehr sollte die Wolfsangel, das Markenzeichen der Werwölfe, geschwungen werden. Angst und Schrecken sollten vorbei sein, vorbei nach unendlich langen 30 Jahren. Die Blumen sollten wieder blühen und die Vögel singen, schöner denn je und die Luft anders sein, ganz anders als von durchsetztem Geruch nach Rauch und Blut.                    

 

In diesen 30 Jahren fielen mehrere umherziehende Banden in Burgdorf ein. Viel Not und  Elend brachten sie den Bürgern dieser Stadt.  Anfang der vierziger Jahre wurde mit dem Bau des jetzigen Burgdorfer Schlosses begonnen, und auf das Jahr 1648 geht die erste urkundliche Erwähnung des Burgdorfer Junggesellencorps zurück. 

 

Das Junggesellencorps besteht zur damaliger Zeit aus einer losen Verbindung von Handwerksgesellen, die ihren Ursprung vermutlich in den Handwerksgilden dieser Stadt haben. Diese lose Gruppierung, die sich nur zu  den jeweiligen Schützenfesten trifft, besteht vermutlich aber schon lange vor 1648. So steht es in einem Protokoll aus dem Jahre 1913 und wird erhärtet durch eine Aussage im Jahre 1924. Ein Dokument, dass aber aus der Zeit um 1648 stammt  liegt den Junggesellen noch nicht vor. Es ist wohl davon auszugehen, dass es zu Beginn dieses Jahrhunderts vorlag und durch die Wirren  zweier Weltkriege verloren ging. Kameradschaft, Geselligkeit sowie die Pflege des traditionellen Burgdorfer Schützenfestes stehen seit jeher auf den Fahnen des Junggesellencorps. Diese Eigenschaften sind bis heute erhalten.
     

Gründung des Spielmannszuges                                                                                                                                                                                                Nach einem Protokoll vom 07. Juni 1919 gründet Leopold Fuchs den Junggesellenspielmannszug. Tambourmajor wird Karl Mecho. Seine Auftritte hat der Zug bei den Schützenfesten und anderen Anlässen in der Stadt. 1950 wird dieser, nach dem 2.Weltkrieg, von einigen Junggesellen wieder gegründet. Unter der Tambourleitung von Friedrich Konerding, der zwischendurch von Georg Beckmann vertreten wird, marschieren  die Spielleute in den Vereinsfarben blau und weiß. Der Spielmannszug wird zum Lebenswerk von Friedrich Konerding. Sein nicht zu bremsender Idealismus und seine Freude am Spiel verleiht den Spielleuten in diesen Jahren neue Größe. Nur schwer verkraftet es Konerding, dass der Spielmannszug der Junggesellen im Jahre 1964 von der Burgdorfer Schützengesellschaft übernommen wird.

18.Januar 1949                                                                                    
 

Der 18. Januar 1949 sollte für die jüngste Geschichte des Junggesellencorps von 1648  ein historischer Tag werden. An  jenem Dienstag trafen sich die Fahnenjunker Fritz Reinecke, Karl Volkmann, Friedel Frister, Erich Stelter und Georg Fischer im damaligen Vereinslokal "Zum Löwen" bei Albert Bührke, welches auch schon vor dem Krieg der ständige Treffpunkt des Burgdorfer Junggesellencorps war. An gleicher Stelle befindet sich heute das Gebäude der Sparkasse Hannover.
 

Es sollte die erste Versammlung der Junggesellencorporation nach dem 2. Weltkrieg sein. Das Corps  hatte die Nazizeit überstanden, war aber in den       letzten Kriegs- und Nachkriegsjahren, auch bedingt durch das allgemeine Versammlungsverbot der Alliierten, nicht mehr zusammengekommen. So ergriffen die aufrechten, alten Junggesellen, denen es wie ihren Vorgängern in den Jahrhunderten zuvor darauf ankam, Geselligkeit und Tradition zu pflegen, die Initiative.

 

Der neue Vorsitzende hieß Georg Fischer. Fischer führte die Junggesellen auch schon vor dem Krieg. An diesem Abend wurden 23 junge Männer in das Corps aufgenommen. Was um 21.00 Uhr begann, endete zwei Stunden später. Das Junggesellencorps von 1648 zu Burgdorf war wiedererstanden - wiedererstanden   in stattlicher Größe, am 18. Januar von 1949. Vier Monate später fand die Versammlung jeden ersten Samstag im Monat statt. Ab September 1981 jeweils   um 20.00 Uhr.                                                                         

Am 30. April 1960 wird das Schützenheim, An der Bleiche, eingeweiht. Seither ist dieses Haus ständiger Treffpunkt der Fahnenjunker. Erst Mitte der 50er Jahre treten die Junggesellen der Burgdorfer Schützengesellschaft von 1593 bei. Damit soll die enge Verbundenheit mit allen Korporationen der Gesellschaft und dem Burgdorfer Schützenfest und der Wille, zu einem harmonischen Verlauf der Schützenfesttage beizutragen, bezeugt werden.      
     

Gründung der Ehemaligen                                                                      
 

Im Jahre 1957 wird der Verein Ehemaliger Junggesellen gegründet. Er setzt sich aus den Reihen der Ehrenmitglieder zusammen, die nach ihrer Heirat aus den Reihen der Aktiven laut Statuten ausscheiden mussten. Da dieser Kreis sich aber auch weiterhin den Grundsätzen der Fahnenjunker verpflichtet sah und auch die finanzielle Unterstützung der älteren gefragt war, beschlossen die Ehrenmitglieder die Gründung eines eigenen Vereins, der sich zunächst Altherrenverband nannte. 

Seither tragen sie in Verbundenheit mit den Aktiven die silberne Vereinsnadel mit blau- weißem Untergrund und einem großen E.

 

Seid Januar 2014 wurde der Zusammenschluss zwischen Aktiven und Ehemaligen beschlossen.

Aktuelles

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© Michael Fritsch